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Creepshow
Rosenmontag, 11.02.2002
Wie
immer an speziellen Veranstaltungen fing für die Crew der Abend wieder
ziemlich früh an. Unsere frühere Tanzmaus Melanie hat sich mal
wieder besonders ins Zeug gelegt und Mathias, Kathi und Mike, wie schon
so oft, in schöne Zombies verwandelt. Leider war der Rest der Besatzung
nicht davon zu überzeugen, daß an Fasching etwas Schminke wahre
Wunder bewirken kann. Nur leider hält die Maske unter diesen erschwerten
Bedingungen bei den Dreien nicht besonders lange an.
Die Spezial-Deko verlieh dem Club dieses schaurig-schöne Ambiente einer
seit Jahrhunderten nicht mehr abgestaubten Gruft; in welcher sich alle möglichen
Kreaturen der Nacht so richtig wohlfühlen. Zu unserem Vergnügen
verfingen sich ettliche Gäste in unseren penibel konservierten Spinnweben...
Und
in einer so "alten & heruntergekommenen" Location ist es dann
auch nicht weiter verwunderlich, daß das Inventar (lebendig oder auch
nicht) nicht allzu strapazierfähig ist. Nachdem die Türe eines
Kühlschrankes einfach abgefallen war, wurde diese vom noch im besseren
Zustand befindlichen "Inventar" notdürftig mit Gaffa-Tape
repariert. (Man hätte sie zwar nach richtig ekeligen Gästen werfen
können, dann wäre allerdings das Bier warm geworden und das ist
bekannterweise geschmacklich untragbar!)
Nachdem am Rosenmontag in der ganzen Stadt Fasching gefeiert wurde und
auch relativ viele Parties im KPO stattfanden, kam die Mehrzahl der Gäste
erst so gegen Mitternacht und ab da wurde es dann auch recht schnell ziemlich
eng im Club. Sehr zu unsere Freude durften wir an jenem Abend Gäste
der unterschiedlichsten Herkunft bei uns begrüßen:
Es
kamen Fledermäuse, gräßlich schöne Vampiere, diverse
Zombies, Elfen, Hexen & Magiere, ettliche nicht näher spezifizierbare
Fabelwesen und letztendlich auch ganz "normale" Menschen.
Mathias, der zombiefizierte Mexikaner, begrüßte die Anwesenden
mit einer ordentlichen Tequila-Runde, bei der der erste Kurze an ihn selbst
und das Glas dann vor der Theke zu Bruch ging. In der Zwischenzeit konnten
sich einige Vampiere nicht mehr beherrschen und fingen an, ihre Zähne
an ihren Nachbarnzu schärfen... Na dann: Gut schluck!
Das
absolute Highlight der Nacht war definitiv unser tanzendes, übergroßes
Stinktier. Leute, habt ihr schon mal ein ca. 1,70 m großen Skunk erlebt,
der auch noch versucht, sich an einem armen, wehrlosen Barzombie zu vergreifen?
Nein? Dann habt ihr was verpasst! Des Barkeepers Glück war, daß
der Skunk in den Käfig mußte und zum Amüsiment aller verwandelte
er sich dort oben langsam aber unaufhaltsam in unsere Tanzmaus Eva. Sie
beglückte die Anwesenden dann noch 3 weitere Male mit ihren Darbietungen
im berühmt-berüchtigten Show-Cage.
Nicole, Mathias und die Geschäftsleitung des Pogue´s Home
haben sich königlich über den ersten Aftritt des Abends amüsiert,
rockten recht kräftig hinter der Theke ab und veranstalteten anschließend
eine kurze, aber heftige Konfetti-Schlacht, bei der die erste Reihe am
Tresen voll integriert wurde.
GunT hängte sich wieder besonders rein und versuchte die Meute zum
tanzen zu bewegen, was sich allerdings wegen der vielen unterschiedlichen
"Nationalitäten" doch das eine und andere Mal als nicht
gerade einfach herausstellte. Er wäre ja kein DJ, wenn er die Massen
nicht zu rythmischen Bewegungen animieren könnte, nur sind scheinbar
immer wieder mal Schüchterne zu Gast und brauchen etwas länger
als der Rest.
Da
sich scheinbar relativ viele "Lichtwesen" unter den Gästen
befanden, die sich in der Dunkelheit nicht so wohlfühlen wie die typischen
Geschöpfe der Nacht, leerte sich der Club leider ab ca. 2 Uhr morgens
fast kontinuierlich. Die schaurigen Gestalten im Titty Twister waren jedoch
in einer super Party-Stimmung und feierten friedlich und äußerst
entspannt; wodurch Evil-Bouncer Roland faktisch nur den Eintritt zu kassieren
hatte und ansonsten arbeitslos war.
Als um kurz nach vier Uhr morgens das Licht anging, war es dann an der Zeit
auszutrinken, eventuelle Jacken & Taschen zu suchen, sich langsam zu
verabschieden und im Schutze der Dunkelheit nach einem sicheren Platz zu
suchen, um dort gemütlich auf die nächste Nacht/Party wartend
den Tag vorübergehen zulassen... |