Samstag, 26.10.2002

Es war Samstag und es gab mal wieder ein ganz besonderes Special im Titty Twister: Das Punkrock Quartett CONSTRAINT! aus München gab sich die Ehre und für € 5.Ð an der Abendkasse war man mit von der Partie.

Da CONSTRAINT! in der Punkrock-Szene doch recht bekannt sind, war der Club gleich ab der Öffnung um 22 Uhr gut besucht (fast schon voll); waren die meisten der frühen Gäste doch Fans und Freunde der Kapelle. Aber das macht ja bekannterweise nichts...

Der interne "Zeitplan" für uns sah vor, daß Robert und seine Jungs so gegen 23.30 das erste Mal auf die kleinste Bühne, beziehungsweise in den berüchtigsten Käfig des ganzen KPOs stiegen. Da die Vier ihr eigenes Equipment dabei hatten, wurde es auf der Bühne und über der Türe enger als sonst...

So kam es, daß die traditionelle Tequila-Runde von unserem Mathias zu einer ungewöhnlich frühen Stunde stattfand; dies machte allerdings an jenem Abend auch keinen Unterschied, da die Gier nach freiem destilierten mexican-cactus-juice wahrscheinlich zwischen 11 und 01 Uhr mehr oder weniger die gleiche ist. Dieses Mal zündete er jedoch nicht die Totenköpfe über der Bar an, sondern verteilte die "Wunderkerzen" in der ersten Reihe an der Theke... noch dazu wurde der besondere Saft erst in die Gläser verteilt, als Mathias schon mit dem Tablett auf der Theke stand. Einige Gäste kamen dann zusätzlich noch in den Genuss des "Direkt-Ausschanks" gleich in den Mund hinein.

Nach ein paar finalen Sound-Checks, während der Tequila Spende, die zum regulären Titty Twister Sound dazukamen, legten die Vier sogar ziemlich pünktlich los. Ungewöhnlich für CONSTRAINT! war allerdings, daß extra für den Club fast ausschließlich Coverversionen von Songs von beliebten und recht bekannten Punkrock/Rock Bands zum Besten gegeben wurden. So kamen die Freunde der Nacht während der ersten Show in den Genuß, Songs von den Ramones, Social Distortion, Bad Religion, Red Hot Chili Peppers und anderen zu hören...

Die Menge war begeistert und ging voll ab. Na ja, nachdem es jetzt ja recht voll war, mußte jeder mitmachen, ob nun gewollt oder auch nicht. Ging aus Platzmangel schließlich nicht anders...

Kurz nach dem ersten Gig beglückte unsere Tanzmaus Elli mit ihrer Tanzeinlage und dem gekonnten entledigen von störenden Textilien auf dem Tresen die männlichen Gäste, und sicher auch den einen oder anderen weiblichen Zuschauer. Und die Temperatur im Club stieg weiter an. Einige konnten es nicht fassen, daß hier auf der Theke getanzt wird und so starrten sie gebannt auf die sich langsam entblätternde Elli. Sie genoß sichtlich ihren Auftritt obwohl Ihr Oberteil einen eigenen Willen hatte, denn irgendwie wollte es sich eine ganze Weile nicht öffnen lassen.

Bevor die Band so gegen 1 Uhr ihre zweite Show/Mini-Konzert bestritt, stieg Ellli noch einige Male zur Animation der Massen in die gute Gitterbox. Die ist bekannterweise ja nicht die größte, nur war der Platz jetzt noch geringer, nachdem die Musikanten dort oben ihr zusätzliches Equipment untergebracht hatten. Das leicht verminderte Platzangebor schien Elli nun nicht wirklich zu stören, und so tanzte sie fast so wie immer für uns.

Kurz vor dem 2ten Gig fand der Bassist eine der Radkappen auf der Bühne und kam auf die glorreiche Idee, diese als Frisbee zu verwenden... Nur war der Receiver Robert schräg gegenüber im Käfig und so wurde dann doch nichts aus dem lustigen Spiel...

Im zweiten Auftritt gab es dann Danzig, Queens of the Stoneage, The Corrs (eine sehr interessante Interpretation von Breathless) und nochmals Bad Religion und Ramones. Die Band kam so gut an, daß viele der Gäste noch eine Zugabe wollten und so spielten die 4 zum Abschluß zwei ihrer eigenen Werke, die ebenfalls auf große Begeisterung stießen.

Da die Kapelle allerdings nicht den ganzen Abend lang für den entsprechenden Sound und Stimmung für und unter den Tanzwütigen sorgen konnte, versorgte und besorgte es unser GunT dem Publikum recht deftig heftig.

Damit es den ganzen Tänzern nicht zu heiß wurde (sozusagen um der möglichen Dehydration vorzubeugen), standen die beiden Thekenschlampen Mathias und Tina an der kleinen Bar, für fast alle Wünsche (was Gertänke anbelangt, du Ferkel!) zur Verfügung. Der drohenden Dehydration beugten sehr viele sehr reichhaltig vor und so mußte Jens den ganzen Abend lang rennen und die beiden Wesen hinter den Tresen mit köstlichen Nass und Gläsern versorgen...

Zu sehr fortgeschrittener Stunde, als die meisten Wesen der Nacht bereits den Club verlassen hatten, war es an den beiden freundlichen (meistens zumindest) Türstehern Mich und Martin, den einen oder auch anderen, nach zuviel genossener Flüssigkeit daraufhin eingeschlafenen Gast wieder in die Realität zurück zu holen, sprich aufzuwecken. Mit leicht verwunderten Gesichtsausdruck verließen dann auch die Letzten den Ort der Erbauung...



P.S.: Nicole bedankt sich herzlich für den netten Sound-Check am vorhergegangenen Dienstag.